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Guarene:
Was
etwas unpassend als "Castello di Guarene" bezeichnet wird,
ist einer der vielen bemerkenswerten Herrensitze aus dem 18.
Jahrhundert im Piemont. Das Gebäude wurde nämlich in einer
Epoche konzipiert, in der es keinen Grund mehr für einen Verteidigungsbau
gab, so dass Graf Carlo Giacinto Roero beschloss, die obsolete
mittelalterliche Burg durch eine Residenz im Stil seiner Zeit
zu ersetzen - das Werk eines Mannes, der die Kostbarkeiten
des Savoyerhofs in Turin kennen gelernt hatte und in der Sommersaison
gern aufs Land zurückkehrte. Der Graf überarbeitete persönlich
den Entwurf, der vom Hofarchitekten der Savoyer, Filippo Juvarra
aus Messina, inspiriert ist (zu Juvarras Werken gehört die
Fassade des Palazzo Madama in Turin). Ihm wurde das neue Schloss
in Guarene in der öffentlichen Meinung lange Zeit zugeschrieben.
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